Home - Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management - TU Darmstadt

Unser Leitbild

Wir, die Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management, möchten durch unsere Aktivitäten fachgebiets- und fachbereichsübergreifend die Forschung und Lehre an der Technischen Universität Darmstadt stärken. Hierzu treten wir nach innen und außen als interdisziplinär arbeitendes und sich gegenseitig unterstützendes Team auf.

Unsere Kernkompetenzen

„Logistik & Supply Chain Management“ ist eine etablierte Forschungssäule des Fachbereichs. Der bislang insbesondere von den betriebswirtschaftlichen Fachgebieten getragene Schwerpunkt soll zukünftig stärker interdisziplinär gestaltet werden und die Vernetzung innerhalb und außerhalb der Technischen Universität Darmstadt ausgebaut werden.

In der Logistik reicht die Bandbreite der Forschungsaktivitäten vom Logistikmanagement über quantitative Methoden bis hin zu speziellen Themenstellungen des Verkehrs. Zu dem Schwerpunktthema der Entwicklung und Anwendung von quantitativen Planungsmethoden gehören insbesondere Modelle zur Standort-, Beschaffungs-, Produktions- sowie Transportplanung. Ziel ist die Gestaltung, Planung und Steuerung von Produktions- und Logistiknetzwerken. Beim Logistikmanagement steht die Analyse der Schnittstellen zu den allgemeinen Managementfunktionen – insbesondere zu der strategischen Planung, dem Controlling und der Organisation – im Vordergrund der Betrachtung.

Der Bereich Supply Chain Management umfasst insbesondere die Vernetzung bzw. die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit der Akteure einer Logistikkette. Der Kerngedanke besteht darin, dass diese sich als Partner verstehen und miteinander kooperieren, um die Bedürfnisse der Endkunden besser zu befriedigen. Die enge Vernetzung der Partner führt letztlich dazu, dass am Markt häufig nicht mehr einzelne Unternehmen, sondern Lieferketten miteinander im Wettbewerb stehen.

Diese Vernetzung von Unternehmen in Supply Chains führt auch zu weitreichenden rechtswissenschaftlichen Herausforderungen. So ist beispielsweise das geltende Vertrags-, Steuer- und Wirtschaftsaufsichtsrecht auf solche neuen Wirklichkeiten nicht angemessen vorbereitet. Aufgabe der rechtswissenschaftlichen Forschung ist es, solche neuen Sachverhalte aufzugreifen, um im Zusammenwirken mit der Betriebswirtschaftslehre angemessene Regeln zu entwickeln.

Die Entstehung solcher Netzwerke hat darüber hinaus volkswirtschaftliche Konsequenzen. So werden im Rahmen der Neuen ökonomischen Geographie die Beziehungen zwischen Globalisierung und Regionalisierung untersucht. Zentral ist dabei die Entstehung regionaler Netzwerke ökonomischer Aktivität.

Darüber hinaus umfasst die Gestaltung und Analyse von Lieferketten eine branchenabhängige Dimension. So weisen Logistikketten verschiedener Branchen eine Vielzahl unterschiedlicher Merkmale auf. Im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften wird in der Forschungssäule Logistik & Supply Chain Management – neben branchenübergreifenden Überlegungen – insbesondere ein Schwerpunkt auf die Automobil-, Bau-, Konsumgüter- und Softwareindustrie gelegt.

Dr. Inna Kholidasari zu Gast am Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management

Dr. Inna Kholidasari vom Industrial Engineering Department der Bung Hatta University in Indonesien wird von Mai bis Juli 2019 zu Gast am Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management sein. Im Rahmen Ihres vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderten Aufenthalts beabsichtigt Frau Kholidasari, die Rolle menschlichen Verhaltens im Bereich des Materialmanagements zu untersuchen. Frühere Studien haben gezeigt, dass Prognosen oder Bestellmengen, die von ERP-Systemen berechnet wurden, in der Praxis oftmals – und nicht immer aus einem ersichtlichen Grund – modifiziert werden, wodurch die Effizienz dieser Systeme reduziert wird. Die Forschungsarbeiten von Frau Kholidasari sollen dazu beitragen, Beweggründe und Muster, die hinter solchen Anpassungen stehen, besser zu verstehen. Daneben soll untersucht werden, ob ERP-Systeme den Nutzerpräferenzen entsprechend modifiziert werden können, um Anpassungen von Planungsergebnissen zu vermeiden. Wir wünschen Frau Kholidasari einen erfolgreichen Forschungsaufenthalt.

Dr. Panupong Vichitkunakorn zu Gast am Fachgebiet PSCM

Panupong

Dr. Panupong Vichitkunakorn wird von Mai bis August 2019 zu Gast am Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management sein. Dr. Vichitkunakorn ist Lecturer am Department of Mathematics and Statistics der Prince of Songkla University, Thailand. Seine Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Operations Research, Kombinatorik und Graphentheorie. Während seinem Forschungsaufenthalt am Fachgebiet PSCM wird er sich mit der Entwicklung optimaler Verfahren zum Routing von Kommissionierern in Lagerhäusern beschäftigen. Finanziert wird der Aufenthalt von Dr. Vichitkunakorn durch ein Forschungsstipendium der Prince of Songkla University. Wir wünschen Dr. Vichitkunakorn einen produktiven Forschungsaufenthalt.

Prof. Glock und Dr. Grosse sind Co-Organisatoren des IFAC Symposiums in Bergamo 2018

IFAC 2018

Gemeinsam mit den Kollegen Prof. Fabio Sgarbossa und Prof. Daria Battini (beide Universität Padua, Italien) sowie Prof. Patrick Neumann (Ryerson University, Kanada) organisieren Prof. Dr. Christoph Glock und Dr. Eric Grosse von unserem Fachgebiet PSCM eine Session zum Thema „Human factors and ergonomics in industrial and logistic system design and managemen“ beim 16th IFAC Symposium on Information Control Problems in Manufacturing, das vom 11. – 13. Juni 2018 in Bergamo, Italien, stattfindet. Die Session beschäftigt sich mit analytischen Modellen, quantitativen Ansätzen und Simulationsstudien sowie qualitativen Untersuchungen, die Einblicke in Verhaltensaspekte und die menschliche Interaktion im Hinblick auf neue Technologien und logistische Systeme geben.

Paper deadline: 31. Oktober 2017.

TU Darmstadt und TU Dortmund veranstalteten gemeinsam die ICPLT 2017

Am 25. und 26. September fand die dritte Interdisciplinary Conference on Production, Logistics and Traffic (ICPLT) in Darmstadt statt. Die als Gemeinschaftsprojekt zwischen TU Dortmund und TU Darmstadt organisierte Konferenz mit interdisziplinärem Fokus richtete sich sowohl an Forscher als auch an interessierte Teilnehmer aus der Praxis. Experten aus den Bereichen Logistik, Produktion und Verkehr berichteten über ihre aktuelle Forschung und informierten über Trends, Herausforderungen und Innovationen in der Branche. Ein gemeinsames Konferenz-Dinner bot darüber hinaus die Möglichkeit für spannende Gespräche und einen intensiven Austausch. Wir danken allen Organisatoren und Teilnehmern für die gelungene Veranstaltung.

Die Forschungssäule begrüßte eine IREP-Studentin am Fachbereich

Von Juni bis August 2017 war Frau Niasha Drydgen von der University of British Columbia in Vancouver, Kanada am Fachgebiet Multimodalität und Logistiktechnologien zu Gast. Gemeinsam mit Jun.-Prof. Anne Lange hat sie ein Forschungsprojekt zu Verspätungen von Airlines bearbeitet. Frau Drydgen wurde über das International Research Experience Program (IREP) der TU Darmstadt finanziert.

Dr. Cora Bogusch erhält DB Schenker Award

Dr. Cora Bogusch erhält von Jochen Thewes (CEO DB Schenker) den Award. Bild: Deutsche Bahn Stiftung / Kranert
Dr. Cora Bogusch erhält von Jochen Thewes (CEO DB Schenker) den Award. Bild: Deutsche Bahn Stiftung / Kranert

Dr. Cora Bogusch wurde für ihre am Fachgebiet Unternehmensführung und Logistik bei Prof. Dr. Ralf Elbert geschriebene Dissertation „Revenue-Sharing als Anreizmechanismus in Logistikbeziehungen mit Informationsasymmetrien“ mit dem diesjährigen DB Schenker Award ausgezeichnet. Der Nachwuchsförderpreis der Deutsche Bahn Stiftung ist mit 15.000 Euro dotiert, wird jährlich international ausgelobt und gilt in der Branche als eine der höchsten europäischen Auszeichnungen im Bereich Logistik.

Bogusch hat sich in ihrer Dissertation mit der Frage beschäftigt, wie sich durch Revenue-Sharing, also der Gewinnbeteiligung, logistische Dienstleistungen in puncto Auslastung und Servicequalität optimieren lassen. Denn im Bereich der Logistik sind Informationsketten – zum Beispiel über Transportkapazitäten und Auslastungsquoten – besonders erfolgskritisch. Logistische Dienstleistungen werden häufig jedoch ad hoc, ohne lange Vorlaufzeiten, gebucht, was Fragen nach einer besseren Auslastung und höheren Servicequalität nach sich zieht. Logistikdienstleister können diesen Unsicherheiten jedoch begegnen: durch einen gezielten Informationsaustausch im Vorfeld und durch ein verbessertes Beziehungsmanagement auf Basis sogenannter Revenue-Sharing-Verträge, so das Forschungsergebnis von Dr. Cora Bogusch.

Der Mensch in der Lagerhaltung: Führende internationale Wissenschaftler zu Gast am Fachbereich

Vom 19.04. bis zum 21.04. waren Prof. Dr. René de Koster von der Erasmus Universität Rotterdam sowie Prof. Dr. Fabio Sgarbossa und Dr. Martina Calzavara von der Universität Padua bei der Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management zu Gast. In zahlreichen Workshops mit den Mitgliedern der Forschungssäule wurden Auswirkungen, die menschliche Eigenschaften und menschliche Verhaltensweisen auf die Leistung von Lagerhäusern haben, diskutiert. In einem Forschungsseminar zum Thema „Human Factors in Warehouse Operations“ gab Prof. de Koster zusätzlich Einblicke in die Entstehung von Verletzungsrisiken im Lager und zeigte Möglichkeiten auf, wie Unternehmen Verletzungsrisiken reduzieren können. Die Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management bedankt sich bei ihren Gästen und allen Workshop-Teilnehmern, die durch ihre Beiträge zu einem Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben.

Forschungsaufenthalt von Jun.-Prof. Simon Emde in Montreal

Im März 2017 besuchte Jun.-Prof. Simon Emde die Université de Montréal in Kanada. Der Forschungsaufenthalt diente dem Auf- und Ausbau von internationalen Kontakten und Kooperationen zwischen dem Fachgebiet Management Science / Operations Research der TU Darmstadt und dem Centre interuniversitaire de recherche sur les réseaux d'entreprise, la logistique et le transport (CIRRELT) an der Universität von Montreal. Unter anderem wurden Forschungsprojekte initiiert und weiterverfolgt, um die Effizienz der Intralogistik in Montagehallen zu optimieren, Just-in-time-Direktlieferungen zu planen und spezielle Tourenplanungsprobleme zu lösen.

Prof. Glock zu Gast an der Universität Brescia

CG Brescia 2017

Im Februar 2017 war Prof. Christoph Glock an der Universität Brescia zu Gast. Der von der Universität Brescia finanzierte Aufenthalt diente der Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen dem Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management der TU Darmstadt und dem Dipartimento di Ingegneria Meccanica e Industriale der Universität Brescia in Lehre und Forschung. So wurden erste Schritte in die Wege geleitet, um künftig Studierenden im Rahmen eines Erasmus+-Programms den Besuch der jeweiligen Partnerinstitution zu erleichtern. In Bezug auf die Forschungsaktivitäten beider Institute wurden Projekte zur Steuerung von Energiespeichern in der industriellen Produktion sowie zum Management wiederverwendbarer Verpackungsmaterialien initiiert. Zuletzt bot Prof. Glock ein halbtägiges Doktorandenseminar zum Thema „Human factors in manual materials handling – How can decision support models improve workplace ergonomics?“ an, an dem zahlreiche Doktoranden unterschiedlicher Fachbereiche der Universität Brescia teilnahmen (Bild).

1. Research Session der Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management

1. Research Session
1. Research Session

Am 15.11.2016 fand die erste „Research Session“ der Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management statt. Als neues Format soll die Research Session einen Überblick der verschiedenen Forschungs- und Promotionsthemen im Bereich Logistik und Supply Chain Management bieten und direkt zur Diskussion und zum Austausch anregen. Hierzu wurden von sieben Doktoranden Kurzvorträge zu ihren Forschungsthemen gehalten und im Anschluss diskutiert.

Zusätzlich beteiligten sich mit Prof. Syntetos, Herrn Goltsos (beide Cardiff Business School) und Prof. Rekik (Lyon Business School), die als Gastwissenschaftler am Fachgebiet von Prof. Glock forschen, international renommierte Experten an dem Feedback zu den vorgestellten Forschungsthemen. Ergänzend zu der Beteiligung an der Diskussion stellte Athanasios Goltsos den aktuellen Stand zu seinem Forschungsprojekt „FORECASTING – INVENTORY CONTROL: MIND THE GAP“ vor und bot so nicht nur spannende Einblicke in die Bereiche Bestandsmanagement und Prognose, sondern erläuterte darüber hinaus detailliert seinen Forschungsprozess und sein methodisches Vorgehen.

Neuer Forschungsbereich beschäftigt sich mit Digitaler Transformation

Digital Operations

Digitale Technologien haben in den letzten beiden Jahrzehnten nahezu alle Gesellschaftsbereiche durchdrungen und dabei vor allem das Wirtschaftsleben, die Arbeitswelt und die private Kommunikation fundamental verändert. Diese 'Digitale Transformation' unserer Gesellschaft und ihre Auswirkungen werden seit einiger Zeit sehr breit in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien diskutiert. Eine wissenschaftliche Fundierung und Begleitung des Diskurses unter Einbindung der Praxis wird hierbei als essentiell erachtet. Bisher mangelt es jedoch an einer Synthese und übergreifenden Betrachtung von unterschiedlichen Perspektiven auf die Digitale Transformation. (Website – Forschungsbereich Digitale Transformation)

Forschungsschwerpunkt „Digital Operations“ beschäftigt sich mit Themen rund um Logistik und Supply Chain Management

Produktions-, Logistik- und Transportprozesse profitieren durch eine umfassende Informationsversorgung. Digitale Technologien sind dabei der Schlüssel, um Prozesse zu beschleunigen, zu innovieren und kostengünstiger zu gestalten. Ernüchterung macht sich jedoch breit, betrachtet man den mangelnden Einsatz standardisierter digitaler Technologien bei den meisten produzierenden Unternehmen, Logistikdienstleistern und Transporteuren. Es stellt sich die Frage, ob, wie und in welcher Form digitale Technologien künftig stärker Einzug halten können.

Auszeichnung für Daniel Reinhardt beim 21. ELA Doctorate Workshop in Wien

Der Lehrstuhl von Prof. Ralf Elbert war durch den wissenschaftlichen Mitarbeiter Daniel Reinhardt auf dem 21. ELA Doctorate Workshop in Wien vom 22. bis. 25. Juni 2016 mit dem Vortrag „Increasing Capacity Utilization in Intermodal Transport Chains Considering Uncertainty“ vertreten. Herr Reinhardt erhielt zusammen mit Ahmed El-Said (University of Huddersfield, UK) die Auszeichnung für den besten Vortrag.

Videobeitrag zum Logistics Summit – Wirtschaft konkret: Juli 2016

In der Juli-Ausgabe von „Wirtschaft konkret“ der IHK Darmstadt ist ein ausführlicher Bericht über den 1. Darmstädter Logistics Summit an der TU Darmstadt enthalten. Der Beitrag fasst noch einmal einige Höhepunkte des Summits zusammen und zeigt die enge Zusammenarbeit der regionalen Wirtschaft und hierbei insbesondere der IHK Darmstadt mit der Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt auf. Der einzelne Beitrag zum Logistics Summit ist hier zu finden.

Dr. Eric Grosse wird mit dem ersten Preis für wissenschaftliche Arbeiten der Stiftung Industrieforschung ausgezeichnet

Grosse_Preisverleihung_2016_Roland_Rossner

Im Rahmen des Petersberger Industriedialogs in Königswinter am 23. Juni 2016 wurde Herr Dr. Eric Grosse, Mitarbeiter am Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management, für seine Dissertation mit dem ersten Preis für wissenschaftliche Arbeiten der Stiftung Industrieforschung ausgezeichnet.

Die Dissertation von Herrn Dr. Grosse “Human factors in order picking systems – A framework for integrating human factors in order picking planning models with an in-depth analysis of learning effects” erfüllt in hervorragender Art und Weise die ausgelobten Kriterien der Stiftung Industrieforschung, nämlich eine wissenschaftlich innovative Arbeit zu erstellen, die nicht nur höchsten methodischen Kriterien genügt, sondern gleichzeitig einen unmittelbaren Nutzen für die industrielle Anwendung in mittelständischen Unternehmen hat.

Vor fast 300 Wissenschaftlern und Unternehmern konnte Herr Dr. Grosse in feierlichem Rahmen den renommierten Preis entgegennehmen. Die Preisjury ist sich einig, dass die Arbeit von Herrn Dr. Grosse nicht nur wissenschaftlich herausragend und originell ist, sondern zugleich sehr praxisorientiert und besonders für KMUs nutzbar.

Die Stiftung Industrieforschung hat den Zweck, die Forschung auf den die gewerbliche Wirtschaft, namentlich die kleinen und mittleren Unternehmen, besonders interessierenden Gebieten der Betriebswirtschaft, der Organisation und der Technik zu fördern. Sie verfolgt dieses Ziel insbesondere durch die Förderung erstklassiger junger Forscherinnen und Forscher, die praxisnahe Themenstellungen zugunsten des industriellen Mittelstandes bearbeiten. Der Preis der Stiftung Industrieforschung ist ein Wissenschaftspreis, der allen Wissenschaftler(inne)n offensteht. Es werden bis zu drei wissenschaftliche Arbeiten prämiert, die wissenschaftliche Originalität, methodische Stringenz und praktische Relevanz für den betrieblichen Alltag kleiner und mittlerer Unternehmen verbinden. Bildnachweis: © 2016 Roland Rossner

Hans-Christian Pfohl wird Ehrenvorsitzender der Wissenschaftlichen Kommission Logistik

Prof. Pfohl wird Ehrenvorsitzender WK Logistik

Am Samstag, den 25.06.2016, wurde Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Christian Pfohl zum Ehrenvorsitzenden der Wissenschaftlichen Kommission Logistik im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB) ernannt. Dies geschah anlässlich des 20-jährigen Bestehens dieser Kommission, die auf Antrag von Prof. Pfohl gegründet wurde und deren erster Vorsitzender er war. „In Anerkennung seiner

Besonderen Verdienste für die Logistik ernennt die Wissenschaftliche Kommission Logistik im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Christian Pfohl zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit“. Die Ernennungsurkunde wurde überreicht von dem Kommissionsvorsitzenden der vergangenen zwei Jahre, Herrn Prof. Dr. Rudolph Large, und dem Vorsitzenden für die nächsten zwei Jahre, Herrn Prof. Dr. Carl-Marcus Wallenburg.

1. Darmstädter Logistics Summit

Die Erstauflage des „Darmstädter Logistics Summit“, organisiert durch die Forschungssäule „Logistik und Supply Chain Management“ mit Unterstützung der Vereinigung von Freunden der Technischen Universität zu Darmstadt e.V. sowie der IHK Darmstadt, lockte am 12. Mai 2016 knapp 80 Vertreter aus Wissenschaft und Praxis in das Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt. Rund um das Schwerpunktthema „Lagermanagement – Dient die digitale Revolution zur Unterstützung oder als Ersatz des Menschen?“ wurden hierzu verschiedene Forschungsprojekte und -ergebnisse präsentiert und im Anschluss lebhaft diskutiert. Ergänzt wurden die Vorträge aus der Forschungssäule „Logistik und Supply Chain Management“ mit Exponaten der Institute für Sportwissenschaft und für Elektromechanische Konstruktionen. Durch Ausstellungsstücke und aktuelle Forschungsergebnisse rund um die Themen Biomechanik und Orthesen konnten hierbei interdisziplinäre Bezüge und Aktivitäten an der TU Darmstadt vorgestellt werden.

Ein weiteres Highlight des „1. Darmstädter Logistics Summit“ war die Key Note Präsentation von Professor Fabio Sgarbossa von der Universität Padua, Italien. Professor Sgarbossa stellte, ergänzend zu den Vorträgen von der TU Darmstadt, Ergebnisse aus der Forschung zu Ergonomie in der Kommissionierung vor und präsentierte seinen Forschungsansatz zur Untersuchung von Pick-Vorgängen mit Motion-Capturing-Anzügen.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurden im Anschluss die erarbeiteten Ergebnisse zu dem Forschungsprojekt „Steigerung der Prozesseffizienz in der manuellen Kommissionierung“ austauscht und die Erfahrungen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universität diskutiert. An dieser Stelle möchten wir nochmal den Vertretern der beteiligten Unternehmen DAW SE (Jörg Martin), Merck KGaA (Michael Abbe) und STIHL Vertriebszentrale AG & Co. KG (Jörg Rotermund) für ihr Engagement danken.

Abschließend zeigte Frau Prof. Dr. Viola Schmid, LL.M. (Harvard) noch weitere, über die Bereiche Logistik und Supply Chain Management hinausgehende Herausforderungen und Forschungsaktivitäten zur digitalen Revolution aus Sicht von „Governance, Compliance & Regulation“ auf.

Nach der erfolgreichen Durchführung des „1. Darmstädter Logistics Summit“ ist das Ziel der beteiligten Fachgebiete „Unternehmensführung und Logistik“ (Prof. Dr. Ralf Elbert), „Produktion und Supply Chain Management“ (Prof. Dr. Christoph Glock), „Multimodalität und Logistiktechnologien“ (Prof. Dr. Anne Lange) und „Management Science/Operations Research“ (Prof. Dr. Simon Emde), den Logistics Summit als regelmäßige Veranstaltung an der TU Darmstadt zu etablieren und im Rhythmus von zwei Jahren mit wechselnden Schwerpunktthemen zu veranstalten.

Herzlichen Glückwunsch zum 3. Platz bei der „4flow challenge“!

4Flow_Case_Study

48 Stunden in die Rolle eines Logistikberaters schlüpfen: 19 Studierende von sechs Universitäten haben diese Gelegenheit während des Finales des Fallstudienwettbewerbs „4flow challenge“ der Firma 4flow consulting am 12. und 13. Mai 2016 genutzt. Im Vorfeld hatten die Teilnehmer ein Logistikkonzept für den Onlinehandel entwickelt. Während der Finaltage präsentierten die besten Teams ihre Lösungen vor der Jury in Berlin.

Der dritte Preis und 1.000 Euro gingen an das von uns betreute Team, zu dem Jonas Eckert, Marcel Pairott und Philipp Pfeifer zählen.

Wir gratulieren sehr herzlich!

Forschungssäule Logistik und Supply Chain Management